11 Typen, denen du an Weihnachten garantiert am Flughafen begegnest

Egal ob du ein echter Meilensammler bist oder dich nur einmal im Jahr mit dem Flieger in die Sonne kutschieren lässt: Die Typen, denen du am Flughafen begegnest, sind doch immer die gleichen. Wenn du sie also allesamt in geballter Form antreffen möchtest, solltest du am besten zur hektischsten Reisesaison des Jahres fliegen – an Weihnachten! Um dir einen Vorgeschmack zu geben auf das, was dich erwartet, haben wir die wichtigsten Typen fein säuberlich in 11 Kategorien zusammengefasst – vom betrunkenen Ballermann-Pilger bis hin zu deiner neuen besten Freundin. Klär dir noch auf SWOODOO.com deine lächerlich billigen Tickets, und dann nix wie los zum People-Watching.

Der Balla-Ballermann

Während du dir nicht sicher bist, ob das Schaukelpferd, das unterm Weihnachtsbaum bei deiner kleinen Nichte für leuchtende Augen sorgen soll, wirklich ins Handgepäck passt, trägt dieser Vertreter der guten Laune alles, was er für den Urlaub benötigt, schon direkt am Körper: Schlapphut, Bermuda-Shorts, ein Bier-formte-diesen-schönen-Körper-T-Shirt und eine unfassbar witzige Party-Girlande um den Hals. Denn wieso in der Heimat frieren, wenn man an Weihnachten auch am Strand saufen und sich dabei den obergeilsten Sonnenbrand des Jahres holen kann? Teneriffa, ich komme! Oder besser: wir. Denn zu deinem Leidwesen ist der Balla-Ballermann selten allein unterwegs, sondern ein echtes Rudeltier. Du hattest vergessen, wie eine Vuvuzela klingt? Jetzt kannst du dir die Wartezeit mit einem formidablen Konzert versüßen!

Das Flitterwochen-Pärchen in love

Ach, wie schön muss Liebe sein: Wenn es ginge, würde das Flitterwochen-Pärchen am liebsten nur einen Sitz im Flugzeug buchen und die ganzen elfeinhalb Stunden nach Thailand durchknutschen. Jetzt dürfen sich im Check-in-Bereich aber erstmal die anderen Passagiere an der geballten Zweisamkeit erfreuen und lernen, dass Männlein und Weiblein auch in Zeiten von #MeToo noch wirklich miteinander harmonieren können. Genießt es, so lange es anhält, denkst du dir vollkommen neidlos – hoffentlich habt ihr euch auf dem Rückflug immer noch so lieb …

Die Grafik-Designerin, die auch an Heiligabend noch im Dienst ist

Der Kunde ist König und selbstverständlich wird am 23. der Griffel nicht einfach fallen gelassen. Änderungswünsche kommen mit Vorliebe bei der Morgentoilette und können nun mal nicht bis nächstes Jahr warten. Wie gut, dass man sein Büro heute immer bei sich trägt. Per Knopf im Ohr wird mit der Agentur kommuniziert („Okay, ja, Rosa gefällt mir auch viel besser und bringt den USP des Produkts voll auf den Punkt“) und dank Laptop lässt sich die Wartezeit wunderbar mit der Umsetzung verbringen. Arbeiten, leben – man muss das alles eher ganzheitlich betrachten.

Das Mädchen ohne Reisepass

Wie gemein ist das denn? Erstmals Weihnachten ohne Mama, Papa und den nervigen kleinen Bruder. Stattdessen Abflug nach Ecuador und ein halbes Jahr lang mal ein völlig anderes Programm samt Spanischkurs, Praktikum in der NGO und anschließender Rucksackreise. Aber wieso zur Hölle hat niemand gesagt, dass ein Personalausweis da nicht ausreicht? Beim Check-in dann das böse Erwachen, gefolgt von tränenerstickten Versuchen, das Personal davon zu überzeugen, doch einfach mal eine Ausnahme zu machen. Erfolglos. Oh Mann, dir bricht das Herz und du würdest deinen Reisepass liebend gerne wie Sankt Martin mit dem Mädchen teilen. Ist doch schließlich Weihnachten!

Der sonnengegerbte Alt-Hippie

Dass man am Flughafen Kleidung tragen muss, ist eigentlich eine Zumutung, die winterlichen Temperaturen in Kontinentaleuropa sind es sowieso. Zum Glück hat der Alt-Hippie vor dem Flughafeneingang noch einen durchgezogen, sonst würde sich die ganze Hektik hier wohl kaum ertragen lassen. Wenn man nur nicht ab und zu das Visum verlängern lassen müsste … Aus seinem Pailletten-besetzten Hüftbeutel kramt er seine letzten 4 Euro 50 für einen Chai-Latte, dann verfällt er bis zum Abflug nach Goa in eine Trance-artige Meditation.

Der very important Business-Lounger

Er fliegt eben in einer anderen Liga. Denn als Top-Manager eines Global Players jettet er das ganze Jahr über durch die Weltgeschichte, da ist ein Höchstmaß an Komfort einfach unabdingbar – weshalb die Business-Lounge sein zweites Wohnzimmer geworden ist. Mit Bluetooth-Headset im Ohr nippt er an seinem Edel-Whiskey, und weil Tradition verpflichtet, notiert er seine wirklich wichtigen Gedanken mit einem Limited-Edition-Füllfederhalter in eine Lederkladde mit Familienwappenprägung. Solltest du ihm über dem Weg laufen: Bitte nicht stören.

Die Reise-Bloggerin

Die Weltreise als Auszeit vom Alltag war gestern. Heute wird professionell in den Urlaub gefahren – und das Erlebte in bare Münze verwandelt. Denn während die meisten Menschen mit maximal 30 Tagen Freiheit im Jahr klarkommen müssen, tingelt die Reise-Bloggerin, bewaffnet mit Kamera und Notebook, nonstop über Märkte in Marrakesch und spürt auf, wo es in Tel Aviv das beste Hummus zu kaufen gibt. Am Flughafen sortiert sie ihre Fotogalerien und kurz vor dem Abflug muss auf jeden Fall noch das neue Posting hochgeladen werden. Du findest sie sympathisch? Einfach liken und followen!

Die liebe, nette Großfamilie

Oma hat immer die verrücktesten Ideen – und die ganze Familie mitten im Winter zum Strandurlaub eingeladen. Leider hat Opa sich aus Versehen in der Toilette eingeschlossen und wird nun per Flughafendurchsage gesucht. Mama hat dafür gerade gar keinen Kopf, weil Ida Pippi in die Hose gemacht hat, die Wechselwäsche aber nicht im Handgepäck ist, sondern sich schon längst im Flugzeugbauch befindet. Die Gelegenheit nutzen Ben und Luis, die beiden Zwillinge, um unter die Bistrotische zu krabbeln und den anderen Passagieren die Schnürsenkel zu verknoten. Papa kriegt davon glücklicherweise wenig mit. Er hat zufällig einen alten Kollegen getroffen und genehmigt sich vor dem Abflug noch ein kleines Entspannungsbierchen – bevor der Urlaubsstress so richtig losgeht.

Die Frau mit den verbotenen Flüssigkeiten

„Wie, der Nagellack darf echt nicht mit? Und was ist mit der Body Lotion? Aber die Sonnencreme … Nein?! 50 Euro! Ich möchte jetzt bitte auf der Stelle mit Ihrem Vorgesetzten sprechen!“ Zum Glück hat der Rest der Schlange jede Menge Zeit mitgebracht und wartet geduldig, bis die Frau mit den verbotenen Flüssigkeiten auch noch ihren Hibiskuslikör entsorgt hat – und zwar nicht in der Tonne, sondern im Magen. Anders wäre dieses Fiasko ja wohl kaum zu ertragen.

Der Medien-Junkie

Einen zweistündigen Flug überstehen ohne Laptop, Tablet, Smartphone, Kindle und äh … Gameboy? Undenkbar! Aber was, wenn der Akku nicht ausreicht? Deshalb schnell nochmal alle medialen Devices aufladen – doch Steckdosen sind Mangelware. Ah, da ist ja eine. Und da hinten noch eine. Und da drüben. „Letzter Aufruf an die Passagiere des Fluges …“ Hallo? Der eine Akku ist erst bei 97 Prozent, ey!

Die längst vergessene Klassenkameradin aus der 9b

Einfach mal dem Weihnachtsterror entfliehen und ganz allein ein paar entspannte Tage Wandern auf Madeira? Klingt herrlich! Bis dir im Zeitschriftenladen Lara Maria begegnet, die du schon in der 9b so nervig fandst. „Bist du nicht …? Nein, was für ein Zufall! Und wo geht’s hin? Mensch, das ist ja unglaublich, ich auch! Wie schön, da können wir ja mal zusammen losziehen …“ Und weil Murphy’s Law keine Gnade kennt, hat Lara Maria im Flugzeug den Sitz genau neben deinem zugeteilt bekommen. Wenn das mal nicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ist …